Staubsauger-Roboter – Wie gut sind sie und brauche ich einen?

Staubsaugen macht richtig viel Spaß, oder? Auf jeden Fall dann, wenn man wie wir glücklicher Besitzer eines Staubsauger-Roboters ist! Doch leider führen Saugroboter auch immer wieder zu Frust und Ärger. Die Technik der kleinen Flitzer ist mittlerweile deutlich besser geworden, aber sie stoßen immer noch häufig an ihre Grenzen. Wir erklären dir, welche Erwartungen an Staubsauger-Roboter realistisch sind und stellen dir die bewährten und neuesten Modelle vor.

 

Staubsaugroboter

iRobot Roomba 880 / 871

649,00 € * inkl. MwSt.

* am 9.12.2016 um 8:19 Uhr aktualisiert

iRobot Roomba 650

369,00 € * inkl. MwSt.

* am 8.12.2016 um 17:28 Uhr aktualisiert

Neato Botvac D85

459,00 € * inkl. MwSt.

* am 8.12.2016 um 17:28 Uhr aktualisiert


Hallo, ich bin Cornelia. Für Staubsaugroboter interessiere ich mich bereits seit einigen Jahren. Bei uns fahren zur Zeit ein Roomba 780 und ein Neato Botvac Connected durchs Haus. Auch wenn wir abends die Freischwinger-Stühle hochstellen müssen und unsere Shaggy-Teppiche jetzt eine Etage höher liegen, weil sich unser neuer Neato immer wieder daran festbiss: Unsere tapferen Haushaltshelden möchten wir nicht mehr missen. Sie machen einfach unglaublich viel Spaß und nehmen uns jede Menge Arbeit ab.

Cornelia, Der Saugroboter Test



Staubsaugroboter

Unser bewährter Roomba 780


Was Staubsauger-Roboter können und für wen sie geeignet sind

Ein exemplarisches Gespräch mit unserem Freund Andreas, der uns neulich all die klassischen Fragen gestellt hat, gibt euch einen ersten Einblick:

 Andreas: Saugt so ein Staubsauger-Roboter genauso gut wie ein normaler Staubsauger?

Der Saugroboter Test: Die Saugkraft ist leider deutlich geringer als bei einem klassischen Bodenstaubsauger. Das machen Staubsaugroboter mit einer besonderen Bauweise wett: Unter dem Gerät befinden sich eine oder zwei rotierende Bürsten oder Gummiwalzen, die den Schmutz zur Saugöffnung hinschaufeln. Auch an der Seite schauen bei den meisten Geräten ein oder mehrere Kantenbürsten unter dem Gehäuse hervor. Mit ihnen holt der Staubsaugroboter den Staub aus Ecken und an Kanten entlang. Das klappt je nach Gerät mal besser und mal schlechter.

Auf glatten Böden wie Fliesen, Laminat oder Parkett, schlagen sich Staubsaugroboter fast immer sehr erfolgreich und nehmen Schmutz hervorragend auf. Teppiche und Teppichböden sind für Saugroboter jedoch schwieriger zu bewältigen. Unser Roomba fährt viel auf Teppich und holt da auch einiges an Staub und Krümeln heraus. An die Leistung eines Bodenstaubsaugers auf Teppich reichen jedoch selbst die aktuellen Spitzenmodelle nicht heran – und das bei dem hohen Preis der Geräte. Dafür fahren sie aber selbstständig!


 Andreas: Was denkt ihr – ist ein Robotersauger für meine Wohnung geeignet?

Der Saugroboter Test: Deine Wohnung hat relativ viele freie Flächen. Das ist gut, denn je mehr Kleinkram in der Wohnung herumsteht, desto schwieriger wird es für den Staubsauger-Roboter und desto mehr Zeit wird er für die Fläche benötigen. Bei dir gibt es allerdings einiges an Kabeln, die auf dem Boden herumliegen. Die solltest du befestigen oder abdecken, denn Saugroboter verheddern sich gerne darin. Im schlimmsten Fall ziehen sie dir daran ein Gerät vom Tisch. Mit dem kleinen Hochflorteppich im Flur könnte es eventuell Probleme geben. Er hat ziemlich lange Garnfäden, ein sogenannter Shaggy-Teppich. Manche Saugroboter kommen damit klar, andere bleiben darauf stecken. Wir haben unsere Shaggy-Teppiche in die erste Etage gelegt, da der Neato im Erdgeschoss auf ihnen liegen geblieben ist. Unser Roomba bewältigt sie jedoch problemlos. Alle Saugroboter haben übrigens große Probleme mit Freischwingerstühlen, scharzen Teppichen und Möbeln mit glockenförmig ansteigenden Füßen wie bei manchen Barstühlen. Aber das hast du ja alles nicht. Mit den schwarzen Fliesen in deinem Badezimmer kommen Saugroboter normalerweise problemlos zurecht.


Staubsaugroboter

 Andreas: Und meine Katzen und mein Hund? Denkt ihr, die würden mit einem Staubsaugroboter klarkommen?

 Der Saugroboter Test: Katzen finden Staubsaugroboter meistens ziemlich spannend. Hunde ignorieren ihn einfach, solange der Roboter nicht auf Tuchfühlung mit ihnen geht. Saugroboter sind zwar nicht wirklich leise, aber doch deutlich weniger laut als ein Bodenstaubsauger. Daher reagieren gerade Hunde auf sie viel gelassener als auf normale Staubsauger. Ansonsten sind Staubsaugerroboter gerade für Tierhalter besonders geeignet! Durch ihre rotierenden Bürsten bzw. Walzen nehmen sie Tierhaare besonders gut auf. Ganz klasse finden wir die neuen Bürsten des iRobot Roomba 880, die Haare sehr gut aufnehmen und dabei fast völlig wartungsfrei sind.

 


 Andreas: Ich habe Treppen – stürzt der Saugroboter da nicht ab?

 Der Saugroboter Test: Alle aktuellen Modelle haben Absturzsensoren verbaut. Damit erkennen sie zuverlässig, ob sie noch Boden unter den Rollen haben oder auf einen Abgrund zufahren. Bei uns gibt es doch diese Stelle seitlich von der Wendeltreppe ins Untergeschoss, wo der Staubsaugroboter 2,50 Meter abstürzen würde. Am Anfang war mir auch nicht wohl dabei, aber nach mehr als zwei Jahren im Alltagseinsatz kann ich bestätigen, wie zuverlässig die Sensoren des Roomba arbeiten.


 Andreas: Muss ich den Staubsaugroboter zwischendurch warten?

 Der Saugroboter Test: Du musst natürlich regelmäßig das Schmutzfach entleeren. Saugroboter arbeiten ohne Staubbeutel und sind dadurch recht kostengünstig. Das Leeren ist ganz unkompliziert. Dabei kannst du dann auch kurz den Filter ausklopfen.

Von Zeit zu Zeit kontrolliere ich die Bürsten und Räder auf Haare und entferne diese dann. Die beiden Bürsten unseres Roomba sammeln immer wieder Haare auf und auch um die Lager wickeln sich einige herum. Nach mehreren Fahrten ist es dann so weit und ich schnappe mir das Reinigungszubehör und ein scharfes Küchenmesser und befreie die Bürsten. Die kleinen Reinigungstools, die zum Lieferumfang des Roomba gehören, finde ich ziemlich genial. Saugroboter der neuesten Generation arbeiten mit Gummiwalzen, um die sich kaum mehr Haare wickeln und die daher wesentlich seltener gewartet werden müssen.

Nach einigen Wochen im regelmäßigen Einsatz sollte man auch die Sensoren, insbesondere die Absturzsensoren an der Unterseite des Gerätes, mit einem weichen Tuch abwischen. Das war’s dann aber auch schon.


 Andreas: Kann ich den Staubsaugroboter auch laufen lassen, wenn ich nicht zu Hause bin?

 Der Saugroboter Test: Klar, das ist ja auch der Sinn der Sache. Viele Modelle sind programmierbar, fahren selbstständig  zur vorprogrammierten Zeit los und kehren nach der Reinigung zurück an ihre Ladestation. Wenn du nach Hause kommst, bemerkst du bloß, dass die Krümel unterm Frühstückstisch verschwunden sind.


 Andreas: Wie orientieren sich Staubsaugerroboter eigentlich?

 Der Saugroboter Test: Die Navigation ist für einen Staubsaugroboter keineswegs ein triviales Problem. Jede Wohnung sieht anders aus, überall lauern Hindernisse und schwer zugängliche Winkel. Die Hersteller geben ihren kleinen Robotern unterschiedliche Arten von Sensoren mit, um eine Orientierung möglich zu machen.

Manche Modelle sind sehr einfach ausgestattet. Zur Grundausstattung gehören die schon erwähnten Absturzsensoren sowie Kollisionssensoren, die auf die Berührung von Gegenständen reagieren. Damit ist bereits ein sicheres Navigieren möglich. Solche Staubsauger-Roboter fahren mit einer Zufallsstrategie, die auf den Betrachter ziemlich planlos wirkt, aber trotzdem zu einem sehr guten Reinigungsergebnis führt.

Neue und gut ausgestattete Modelle verwenden eine Vielzahl weiterer Sensoren. Mit Hilfe von Infrarot, Ultraschall, Kamera oder Laser berechnen diese Geräte die Entfernung zum nächsten Hindernis. Manche erstellen eine interne Karte der Wohnung. Das ermöglicht eine intelligentere Navigation, die deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als das Fahren mit einer Zufallsstrategie. Damit spart der Staubsaugroboter natürlich auch Akkuleistung, also Stromkosten. Schöner sieht es auch aus, wenn der Roboter gleichmäßige Bahnen zieht, anstatt scheinbar chaotisch durch die Wohnung zu irren. Trotzdem sind diese Geräte nicht auf jeden Fall überlegen, da diese Technik noch in den Kinderschuhen steckt und nicht immer so perfekt funktioniert, wie die Hersteller uns das versprechen.


 Andreas: Sind Roboter-Staubsauger auch für Allergiker geeignet?

 Der Saugroboter Test: Als Allergiker sollte man darauf achten, einen Staubsaugroboter mit HEPA-Filter zu kaufen. Diese Geräte filtern den Feinstaub aus der Abluft besonders gut heraus. Wir können Allergikern zum Beispiel den Neato Botvac D85 oder den iRobot Roomba 880/871 empfehlen.


 Andreas: Kann ich meinen normalen Staubsauger dann ganz abschaffen?

 Der Saugroboter Test: Nein, den wirst du immer noch brauchen. Staubsaugroboter kommen nicht an alle Stellen, z.B. lassen sie regelmäßig in den Zimmerecken noch Schmutz liegen. Da die Saugkraft der Geräte auf Teppich nicht so gut ist, lohnt es sich auch hier, immer mal wieder den normalen Bodensauger zur Hand zu nehmen. Der Staubsaugroboter ist aber eine prima Ergänzung und hält die Wohnung tagtäglich in einem gepflegt aussehenden Zustand.


 Andreas: Testet ihr die Geräte, die ihr auf eurer Website besprecht, eigentlich alle selber?

 Der Saugroboter Test: Nein, dazu fehlt uns schlichtweg das Geld. Die Geräte sind ja nicht billig und die Hersteller nicht so einfach dazu zu bewegen, ein Testgerät herauszurücken. Aber neben der eigenen langjährigen Erfahrung im Alltag besitzen wir einen guten Überblick über die Technik, den Markt und die unterschiedlichen Modelle, den wir gerne an unsere Leser weitergeben.



iRobot Roomba 650

369,00 € * inkl. MwSt.

* am 8.12.2016 um 17:28 Uhr aktualisiert

Neato Botvac D85

459,00 € * inkl. MwSt.

* am 8.12.2016 um 17:28 Uhr aktualisiert

iRobot Roomba 880 / 871

649,00 € * inkl. MwSt.

* am 9.12.2016 um 8:19 Uhr aktualisiert


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